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Wir beginnen im ältesten Teil Salzburgs, gegründet 696 von Bischof Rupert
und einigen Benediktinermönchen: dicht an den Felsen des "Mönchsberges"
(daher der Name!) bauten sie ein Kloster, in dem auch heute noch Mönche leben. Weiter unten an der Kirchenmauer findest Du eine Statue vom Heiligen Bischof Rupert, der Schutzpatron von Salzburg. Er wird immer mit einem Salzfass dargestellt, und so wird er dir noch oft auf deinen Spaziergängen durch die Altstadt begegnen. Auf dem Brunnen siehst du einen anderen Heiligen: den Hl. Petrus, nach dem das Kloster benannt ist. Der Hl. Petrus wird als Wächter der "Himmelstüre" angesehen, der die anklopfenden Seelen der Verstorbenen abweist oder einlässt. Deshalb wird er auch immer mit Schlüsseln für die Himmelspforte dargestellt. Und da der Hl. Petrus der Schutzpatron des Klosters ist, haben die Mönche zwei gekreuzte Schlüssel in ihr Wappen genommen. Wie oft findest du dieses Wappen im Hof? In der Kirche von St. Peter wurde 1789 Mozarts berühmte c-Moll Messe uraufgeführt.
Eine der Sopranpartien sang damals Mozarts Frau Constanze. Das "ewige Licht" in der Nische brennt nun wirklich fast ewig.
Die Mönche passen gut auf, dass es nicht verlöscht, denn sonst, so heißt es,
bedeutet dies den Untergang der Stadt! Wenn man aus der Kirche wieder herausgeht und den Klosterhof betritt, findet man links den Eingang zum ältesten Wirtshaus der Stadt. Anlässlich eines Besuches von Kaiser Karl dem Großen im Jahr 803 wurde der Stiftskeller St. Peter erstmals urkundlich erwähnt. Auch die Familie Mozart verkehrte hier und so passt es ganz gut, dass in diesem Restaurant beinahe täglich Musik des weltberühmten Komponisten aufgeführt wird. Die Musiker sind gekleidet wie zur Zeit Mozarts und auch das Essen, das dazu serviert wird, wird nach orignialen Rezepten des 17. und 18. Jahrhunderts zubereitet. Hier bekommst du auch eine sehr süße Nachspeise, die nach der Stadt benannt ist: Die "Salzburger Nockerln". Obwohl die drei luftigen Schaumhügel aus Eischnee, Zucker und Mehl im Mund zergehen wie Zuckerwatte, wirst du Mühe haben, die Portion aufzuessen. Meist sind "die Augen größer als der Bauch", wie ein österreichisches Sprichwort sagt! Wenn Du durch den Torbogen zwischen Kirche und Peterskeller gehst, gelangst du auf den Petersfriedhof, in dem viele wohlhabende und berühmte Salzburger Familien ihre Gräber und Grüfte haben. Auch Musiker wie Michael Haydn, Nannerl Mozart, Heinrich Ignaz Franz Biber, Architekten wie Santino Solari, Wolfgang Hagenauer und viele Salzburger Politiker sind hier begraben. Etwas Besonders sind die Katakomben, möglicherweise frühchristlichen Ursprungs. Im Rahmen einer Führung kann man die in den Fels gehauenen drei Höhlenkapellen besichtigen und von dort hat man auch einen schönen Blick auf den alten Friedhof St. Peter. Beim links gegenüber liegenden Ausgang hörst du Wasser rauschen. Dies ist der Almkanal, der schon seit dem 13. Jahrhundert die Stadt Salzburg mit Fließwasser versorgt. Im Süden der Stadt Salzburg, unmittelbar an der Grenze zu Deutschland, befindet sich eine Wehranlage. Hier wird die Königseearche gestaut um genügend Wasser in den Almkanal leiten zu können. Durch ein Stollensystem durch den Mönchsberg gelang das Wasser mitten in die Stadt und hat unter anderem das Rad der Klostermühle, das du nun vor dir siehst, angetrieben. Nach wie vor großteils im Verborgenen durchzieht das unterirdische Stiftsarmsystem die innere Altstadt. Vermutlich ist der "Stiftsarmstollen" der älteste Wasserleitungsstollen in Mitteleuropa und steht unter Denkmalschutz. Als einzigartiger Zeuge historischer Wasserbaukunst ist er seit mehr als 860 Jahren zur Wasserversorgung der Stadt in Betrieb. Der Abschnitt, der unter dem Festungsberg in die Altstadt führt, kann alljährlich zur Zeit der 3-wöchigen Almabkehr im September begangen werden. Falls dir nach dem Spaziergang nach einer kräftigen Stärkung ist, begibst du dich am besten ein paar Stufen hinunter in das kleine Geschäft neben dem Mühlrad. Dort wird heute noch in einem mit Holz geheizten Backoffen das bei Salzburgern begehrte traditionelle St.-Peterer Roggenbrot erzeugt.
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