Sound of Music Drehort Stift Nonnberg © Tourismus Salzburg GmbH

Stift Nonnberg

Eines der ältesten Frauenklöster Europas

Das Stift Nonnberg in Salzburg ist das älteste Frauenkloster im deutschsprachigen Raum und wurde durch den Film The Sound of Music weltberühmt.

Geschichte von Stift Nonnberg

Das Kloster wurde zwischen 712 und 715 vom heiligen Bischof Rupert auf einer Terrasse des Salzburger Festungsberges gegründet. Er setzte seine Verwandte Erentrudis als erste Äbtissin ein. Das Kloster besteht seither ununterbrochen. Es handelt sich um das älteste Frauenkloster im deutschen Sprachraum.

Das schmale Klostergelände grenzt im Westen an die Festungsmauer und fällt auf den übrigen Seiten steil ab, was eine größere Ausdehnung der Anlage nicht erlaubte. Daher sieht man heute einen dicht gedrängten Gebäudekomplex.

Die frühe Baugeschichte liegt im Dunkeln. Der Bayernherzog und spätere Kaiser Heinrich II. war bedeutend an der Gründung des Klosters beteiligt. Laut der Überlieferung stiftete er aus Dankbarkeit über die Hilfe der hl. Erentrudis in einer schweren Krankheit, die ottonische sog. „Heinrichsbasilika“, welche 1009 unter Anwesenheit des Kaisers eingeweiht wurde. Seitdem ist sie die zweitälteste Marienkirche Salzburgs.

1423 wurde die Kirche und Teile der Gebäude bei einem Großbrand zerstört bzw. schwer beschädigt. 1464 begann der langwierige Wiederaufbau, der mehr als 30 Jahre dauerte.

Das geistliche Leben im Kloster blieb trotz wirtschaftlicher Nöte in Kriegszeiten und während der Reformation intakt und aufrecht.

Die erste Äbtissin Erentrudis von Salzburg setzte sich sehr für Arme und Kranke ein und wurde schon früh als Heilige verehrt. 1624 wurde sie zur Landesmutter von Salzburg ernannt. Ihr Felsengrab befindet sich in der Krypta der Marienkirche.

Stift Nonnberg und The Sound of Music

Durch den Film „The Sound of Music“ (dt. Meine Lieder – meine Träume) wurde die Abtei weltweit bekannt. Etwas anders als im Film dargestellt, war Maria Auguste Kutschera keine Nonne sondern erst Kandidatin und Erzieherin in der klostereigenen Schule am Nonnberg, als sie als Aushilfe in das Haus des verwitweten Barons von Trapp geschickt wurde um sich dort um dessen sieben Kinder zu kümmern.

1927 heirateten Maria Auguste und Georg von Trapp in der Stiftskirche Nonnberg. Im Film fand die Hochzeit aber in der Kirche von Mondsee statt.

Der Film zeigt allerdings keine originalen Innenaufnahmen aus dem Kloster. Gefilmt wurde nur am Friedhof und vor dem Kloster.

Das Stift Nonnberg liegt auf der Route unserer Original Sound of Music Tour®.

Heutige Bedeutung von Stift Nonnberg

Das Kloster beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Handschriften, gotischer Figuren und Malerei.

Neben den innerklösterlichen Tätigkeiten (Hauswirtschaft, Bibliothek, Archiv u.v.m.) betreiben die Nonnen eine Keramikwerkstatt, ein Gästehaus und eine seit über 40 Jahren biologisch geführte Landwirtschaft im Erentrudishof (früher Nonnberghof).

Singende Nonnen im Stift Nonnberg

Die Nonnen des Stift Nonnberg singen nicht nur in The Sound of Music. Tatsächlich singen sie jeden Morgen um 6.45 Uhr in der Stiftskirche Gregorianische Choräle.

Häufige Fragen zum Stift Nonnberg

Die Benediktinerinnenabtei Nonnberg liegt auf dem östlichen Ausläufer des Festungsberges unterhalb der Festung Hohensalzburg.

Erreichbar ist das Stift Nonnberg von der Kaigasse über die Nonnbergstiege und vom Nonntal über eine schmale Gasse.

Adresse:
Stift Nonnberg
Nonnberggasse 2, 5020 Salzburg

Maria Auguste Kutschera, die Novizin im Stift Nonnberg war, wurde als Gouvernante für dessen Kinder zum verwitweten Georg Baron von Trapp geschickt. Die beiden heirateten und erlebten eine bewegte Zeit. Die Geschichte der Familie von Trapp diente als Vorlage für den weltberühmten Film „The Sound of Music“ (dt. „Meine Lieder – meine Träume“).

Das Kloster selbst kann nicht besichtigt werden.

Die Kirche (üblicherweise ganztägig geöffnet, wird je nach Jahreszeit zwischen 16 und 18.00 Uhr geschlossen) und der Friedhof können besichtigt werden.

Für eine Besichtigung der Johanneskapelle muss man sich an der Pforte anmelden.

Öffentlich zugängliche Gottesdienste:

  • 24.12.: Christmette um 23.00 Uhr
  • Palmsonntag: 8.00 Uhr (inkl. Palmprozession)
  • Gründonnerstag: 18.00 Uhr
  • Karfreitag: 15.00 Uhr
  • Ostersonntag: 4.30 Uhr (Osternachtfeier)
  • 30. Juni: Hochfest der Hl. Erentrudis um 18.30 Uhr
  • Maiandachten: im Mai an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils um 19.00 Uhr in der Stiftskirche Nonnberg

(Änderungen vorbehalten)