Budapest - Panorama vom Gellértberg © budapestinfo.hu

Überblick über 2000 Jahre Geschichte

Die Chronik Budapests

Römisches Reich - Ungarisches Königreich - Türkische Besetzung - Habsburger Kaiserreich - Österreichisch-Ungarische-Monarchie - Republik Ungarn

Archäologen fanden heraus, dass das ungarische Gebiet seit mehr als einer halben Million Jahre bewohnt ist. Die Römer besetzten um Christi Geburt Transdanubia, den westlichen Teil Ungarns. Der damalige Name war Pannonia und ihre Hauptstadt Acquincum.

Heutzutage kann man noch Relikte des Römischen Reiches, wie die Bäder der Soldaten, in Budapest bestaunen. Ähnliche Sehenswürdigkeiten findet man in Pécs, in Südungarn, wo man Katakomben oder Lapidarien und in Sopron die Reste der römischen Mauern besichtigen kann. Die ersten Stämme, die sich in Budapest niederließen, kamen in den Jahren 895-896 n.Chr. und kontrollierten von dort das gesamte Karpatenbecken.

Stefan, der erste ungarische König organisierte den ersten Staat und christianisierte das Volk. Die Mitglieder seiner Familie haben das Land über 300 Jahre geführt und bauten viele romanische Kirchen im Land. Die schönsten romanischen Kirchen sind die Kirchen von Ják und Lébeny in Westungarn, und die frühgotische Kirche von Zsámbék, in der Nähe von Budapest.

Pannonhalma ist ein weltbekanntes Kloster. Der Bau begann im 10. Jahrhundert und wuchs im Laufe der Jahre. Der Benediktinerorden übernahm das Kloster im Jahre 1801 und gründete eine Schule. Desweiteren wurde dort eine Bibliothek gegründet, die jetzt Teil des Weltkulturerbes ist.

Esztergom (60 km von Budapest) war das Zuhause des mittelalterlichen königlichen Palastes, man kann die Überreste noch heute bestaunen. Dieser Palast beherbergt das älteste Wohnzimmer Ungarns, in dem der erste Ungarn-König Stefan geboren wurde.

Während der Árpád Dynastie im 13. Jahrhundert wurde der gotische Stil geboren. Das wichtigste Erbe dieses Stils ist die Matthias Kirche in Budapest, die im 13. Jahrhundet gebaut wurde, aber im letzten Jahrhundert im Neugothischen Stil umgebaut und erweitert wurde. Diese Kirche war der Platz der Krönungen für viele ungarische Könige. Im grünen Herz von Budapest, auf der Margareteninsel, kann man noch die Überreste des Frauenklosters sehen.

Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wurde Ungarn von den Angevins und Luxemburgs geleitet. Eine der wichtigsten Figuren dieser Zeit war König Matthias, der im 15. Jahrhundert gekrönt wurde. (Sein Vater, Hunyadi, hat Belgrad erfolgreich gegen die Türken verteidigt). Viele Burgen wurden aufgrund der türkischen Invasion vergrößert. Heutzutage kann man gut erhaltene Burgen in Eger (Nordungarn), in Kõszeg (Westungarn) oder in Szigetvár (Südungarn) sehen. Der neue Sitz der Königsfamilie aber war schon Buda, obwohl in Visegrád der große Palast stand. Man kann in Visegrad, das sich am Ufer des Donau-Knies befindet, im Sommer bei den typischen Burgspielen teilnehmen.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts brach Ungarn in drei Teile. Die Türken übernahmen Buda, die Hauptstadt und besetzten den zentralen Teil des Landes. Die westlichen und nördliche Teile fielen in die Macht der Habsburger, während der östliche Part ein Teil Transsylvaniens und ein unabhängiges Fürstentum wurde. Während der folgenden 150 Jahre nahmen die Ungarn vieles der türkischen Kultur, wie deren berühmte Bäder, an. Die Király Bäder im Zentrum von Buda sind seit über 400 Jahren in Betrieb. Die Kleinstädte Eger (Nordungarn) mit seinem Minarett und Pécs (Südungarn) mit der Moschee von Ghazi Kasim Pasche freuen sich auf viele Besucher.

Nach der siegreichen Verteidigung gegen die Türken plante der Adel von Wien einen Angriff auf die Unabhängigkeit Ungarns. 1703 versuchten die Ungarn mit Prinz Ferenc Rákóczi II. einen Revolutionsversuch gegen die Habsburger, der aber acht Jahre später kläglich scheiterte.

In Sárospatak kann man eine mittelalterliche Burg, die im Renaissance Stil erweitert wurde, besichtigen. Diese beherbergt eine kalvinistische Schule, dessen Bibliothek 2000 Manuskripte und 75000 Bücher umfasst. Im Sommer kommen Studenten von allen Herrenländern dorthin, um ungarisch zu lernen bzw. es zu verbessern.

Ungarn war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Teil des Österreichischen Kaiserreiches. Die herausragendsten Gebäude dieser Zeit ist die Neoklassische Akademie der Wissenschaften, das Ungarische Nationalmuseum und die Kettenbrücke, welche die Teile Buda und Pest zum ersten Mal in der Geschichte dauerhaft verband.

Für die 1000-Jahr-Feier im Jahr 1896 wurden viele Denkmäler und Gebäude gebaut, wie das Museum der Feinen Künste, die Kunstgalerie am Heldenplatz, die Burg Vajdahunyad, das Parlament oder die Staatsoper. Alle diese Sehenswürdigkeiten werden Sie auch bei einer Stadttour bewundern können.