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Wien

Die schönste Art die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen

Mit dem Fiaker durch Wien

Fiaker vor Schönbrunn
Hofburg mit Fiaker

Sie gehören zu Wien wie der Stephansdom und das Riesenrad: die Fiaker. Eine Fahrt mit einer der zweispännigen Kutschen gehört zum Höhepunkt vieler Touristen. Einen gemütlicheren Weg, dieSchönheiten Wiens zu erkunden, gibt es fast nicht.


Dabei stammt der Begriff Fiaker ursprünglich aus dem Französischen und bezieht sich auf den Lohnkutschen-Standplatz in der Pariser Rue de Saint Fiacre. 1720 wurden die in Wien bis dahin Janschky-Wagen genannte Kutschen auch in "Fiaker" umbenannt (und nummeriert).


Der Boom war jetzt nicht mehr aufzuhalten: Zwischen 1860 und 1900 waren mehr als 1.000 Fiaker in Wien unterwegs. Die Kutscher waren oft stadtbekannte Originale, die mitunter auch als Sänger auftraten. Besonders geschätzt wurde ihre Diskretion, wenn sich wieder einal der eine oder andere hohe Herr im Fiaker mit seiner Liebschaft vergnügte. Der wohl berühmteste ihrer Zunft war Josef Bratfisch, der Leibfiaker von Kronprinz Rudolf, der dessen Gespielin Mary Vetsera 1889 nach Mayerling brachte, wo das Leben beider ein tragisches Ende fand.


Heute sind die Wiener Fiaker aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Fiakerstandplätze finden Sie an verschiedenen Orten der Stadt: Stephansplatz, Heldenplatz (fallweise Michaelerplatz), Albertinaplatz, Petersplatz und Burgtheater. Die kleine Rundfahrt (ca. 20 Min. durch die innere Altstadt) kostet € 40,-, die große Rundfahrt (ca. 40 Minuten über die Ringstrasse und durch die Altstadt) € 65,-. Außerdem können Sie individuelle Rundfahrten direkt bei den Fiakerunternehmen buchen.


Besonderer Tipp: Wer es romantisch haben möchte, ordert beim Fiaker am besten eine "Porzellanfuhre", also eine besonders ruhige und gleichmäßige Fahrt. Früher sollte damit das wertvolle Porzellan sicher von einem Ort zum anderen transportiert werden. Heute können Sie so Ihre Liebste/Ihren Liebsten bezaubern.

 

Bild- und Textrechte: Tourismus Wien