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Salzburg

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From the falconry to the Spanish Riding School

Hofreitschule
Falknerei
03/07/2014

Intangible Culture Heritage in Austria

 

Schloss Schönbrunn in Wien und die Altstadt von Salzburg waren 1996 die ersten österreichischen Denkmäler auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Mittlerweile verzeichnet Österreich ingesamt acht Landschaften und Bauwerke auf der internationalen Liste. Nun aber beginnt eine neue Ära: nicht nur Natur und kulturelle Bauwerke sollen geschützt werden, sondern auch immaterielle Güter, Traditionen und Überlieferungen. Österreich will mit drei Projekten den ersten Schritt zum immateriellen Weltkulturerbe wagen.

 

Insgesamt 18 Vorschläge wurden in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Vom Märchenerzählen bis zum Sternsingen, von den Bräuchen der "Vereinigten" im Salzburger Lungau bis zu den Ferlacher Büchsenmachern in der Steiermark spannt sich die Bandbreite von schützenswertem Wissen und überlieferter Tradition. Als Vorschläge für die internationale Liste wählte man schließlich die Reitkunst der Spanischen Hofreitschule, dem Schemenlauf aus Imst und die Falknerei aus.

 

Die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanische Hofreitschule begeistern jedes Jahr unzählige Touristen in Wien. Seit 430 Jahren wird an der Hofreitschule in Wien mit spanischen Pferden kontinuierlich die klassische Reitkunst gepflegt. Oberbereiter und Bereiter vermitteln ihr über viele Jahre angesammeltes Wissen mündlich an die nächste Generation. Bestaunen kann man die praktische Umsetzung dieser Tradition in den Reitvorführungen in der Winterreitschule in Wien sowie auf internationalen Tourneen.

 

Ganz im Gegensatz zum kaiserlichen Prunk der Hofreitschule in Wien steht die Tradition des Schemenlaufens im Tiroler Handwerkerstädtchen Imst. Schemen, dämonenhafte Schattengestalten aus einer anderen Welt, gingen früher dem Winter einher. Von ihnen leitet sich der Schemenlauf der der Imster Fasnacht ab, der seit 1597 mit ungebrochener Begeisterung von den Imster Männern und Buben zelebriert wird. Alle vier Jahre, tanzen der "Scheller" und der "Roller", die beiden Hauptfiguren des Schemenlaufes, gemeinsam mit 24 weiteren unterschiedlichen Maskentypen durch die Gassen von Imst. Das Wissen um dieses einmalige Brauchtum wird von Generation zu Generation weitergegeben, detaillierte Informationen darüber samt Filmdokumenten findet man der Website www.fasnacht.at

 

Aus der jahrhundertealten Tradition der höfischen Falcencorps entwickelte sich auch in Österreich eine Jagdform mit landeskulturell verschiedenen Ausprägungen. Die Falknerei ist aber nicht nur eine Jagdform, sind fand als Motiv auch Eingang in die Literatur, Musik, Malerei und viele andere Bereiche. Zahlreiche Orts- und Familiennamen lassen sich ebenso auf die Kunst des Jagens mit Vögeln zurückführen. Rund 500 Falkner pflegen diese Tradition bis heute in Österreich und machen sie so zu einem wichtigen Kulturerbe des Landes.

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