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Salzburg
Skulptur Salzburger Festspiele
Proben in der Felsenreitschule

Entstehung der Salzburger Festspiele

Im Sommer 2017 präsentiert sich Salzburg wie jedes Jahr als "die Bühne der Welt". Erleben Sie eines der hochkarätigsten Musikfestivals der Welt, welches sich durch höchste musikalische Qualität, internationale Künstler und einer perfekten Mischung aus Tradition und Moderne auszeichnet.


Die Entstehung der Festspiele
Die Geburtsstunde des Festivals schlug am 22. August 1920, als auf dem Domplatz Hugo von Hofmannsthals Moralität Jedermann in der Regie von Max Reinhardt aufgeführt wurde. 1921 gab es neben der Wiederaufnahme dieser Produktion erstmals Konzerte, 1922 kam als weitere Sparte die Oper hinzu. Die Nutzung der Felsenreitschule als Spielstätte (1926) und der Bau eines Festspielhauses (1925-27) ermöglichten eine Ausweitung des Spielplans. Salzburg wurde bald zum Treffpunkt der besten Regisseure und Dirigenten, Schauspieler und Sänger ihrer Zeit.

Nach Kriegsbeginn wurde das Programmangebot deutlich reduziert, da viele Künstler nicht mehr auftreten durften. Doch schon im Sommer 1945 fanden wieder Festspiele statt und 1946 setzte der eigentliche Prozess der Normalisierung ein. Bereits 1948 rückte ein Mann in den Vordergrund, dessen Name bis heute untrennbar mit den Salzburger Festspielen verbunden ist: Herbert von Karajan. Am 26. Juli 1960 eröffnete Herbert von Karajan das neu erbaute Große Festspielhaus und läutete eine neue Zeit ein: Mehr als 2.200 Gäste fanden fortan Platz in dem riesigen Auditorium. Nicht das Mozart-Repertoire sollte hier in erster Linie aufgeführt werden, sondern die beliebtesten Opern namentlich des 19. Jahrhunderts. Karajan bewirkte eine weitere Internationalisierung der Festspiele.

Gerard Mortier verfolgte während seiner Zeit in Salzburg  (1990-2001) das Repertoire breiter und moderner zu machen, welches auch ein neues und jüngeres Publikum ansprechen sollte. Ab 2002 würdigte Peter Ruzicka mit Maßstab setzenden Neuproduktionen und der ersten zyklischen Gesamtaufführung aller 22 Mozart-Opern den bedeutendsten Sohn der Stadt, mit Werken von Richard Strauss einen der Festspiel-Gründerväter. Österreichische Komponisten wie Korngold, Zemlinsky und Schreker, die während der Nazi-Jahre ins Exil getrieben oder verboten worden waren, präsentierte er erstmals dem Festspielpublikum und lotete die Ästhetik einer „Zweiten Moderne“ aus. Nach Peter Ruzicka übernahm Alexander Pereira 2012 die Intendanz der Salzburger Festspiele und erweiterte das Festival um die Ouverture spirituelle. In den Festspielsommern 2015 und 2016 zeichnete der deutsche Schauspieler, Theater- und Opernregisseur Sven-Eric Bechtolf verantwortlich für die künstlerische Gesamtplanung und ab 2017 wird der österreichische Pianist und Kulturmanager Markus Hinterhäuser als Festspiel-Intendant nach Salzburg zurückkehren.

 

Jedermann – Highlight der Festspiele

Das Stück von Hugo von Hofmannsthal handelt vom Tod, dem Teufel und anderen abstrakten Wesen. Der wohlhabende Jedermann sieht sich mit dem unerwarteten Tod konfrontiert, der ihn vor seinen Schöpfer führen will. Weder sein treuer Knecht noch seine Freunde oder sein Geld wollen ihn ins Grab begleiten; erst der Auftritt seiner Werke und des Glaubens bringen ihn dazu, sich zur Christenheit zu bekennen und als reuevoller Bekehrter ins Grab zu steigen.

 

 

Quelle: www.salzburg.info und www.salzburgerfestspiele.at

Bilder © Salzburger Festspiele / Forster