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Salzburg
Kollegienkirche © Salzburger Festspiele - Karl Forster

Bereits 1623 hatte Fürsterzbischof Paris Lodron die Intention, eine Universitätskirche zur Benediktiner-Universität in Salzburg zu gründen. Die Umsetzung ließ aber noch lange auf sich warten. Erst 1694 beschloss Erzbischof Johann Ernst von Thun ein eigenes großes Gotteshaus für die Universität zu errichten und engagierte Baumeister Johann Bernhard Fischer von Erlach. Als der wohl bedeutendste Barockbaumeister schuf dieser mit der Universitätskirche sein monumentalstes sakrales Bauwerk nach dem Salzburger Dom.

 

Im Laufe der Jahre erlebte die Universitätskirche ein wechselvolles Schicksal: Als Napoleons Truppen 1800 die Stadt besetzten, wurde sie als Heulager genutzt. 1810 war die Stadt unter bayrischer Herrschaft und die Universität wurde geschlossen. Während der österreichisch-ungarischen Monarchie diente sie als Akademisches Gymnasium und Garnisonskirche.

 

1922 fand hier erstmals die Uraufführung von Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Das Salzburger große Welttheater“ statt. In den folgenden Jahren diente die Kollegienkirche nicht mehr als Spielstätte. Erst wieder 1969 wurde mit Emilio de Cavalieris „Rappresentazione die Anima e di Corpo“ eine szenische Aufführung in der Kirche dargeboten.

 

Die Salzburger Festspiele nutzen die Kirche seit den 1970er Jahren für Kirchen- und Chorkonzerte.

 

Gemeinsam mit dem Großen Festspielhaus, dem Haus für Mozart, der Felsenreitschule und dem Domplatz bildet die Kollegienkirche den Festspielbezirk.

 

 

Adresse

Kollegienkirche
Wiener Philharmoniker Gasse 2, 5020 Salzburg